Durchschlag ElbX-Tunnel SuedLink: ANGERMEIER begleitet Meilenstein

Der Durchschlag der Elbquerung ElbX markiert einen zentralen Meilenstein im Großprojekt SuedLink. Am 22. Juni 2026 erreichte Tunnelbohrmaschine ELSA nach 16 Monaten Vortrieb und exakt 5.224 Metern die Zielbaugrube in Wischhafen. Damit ist der Tunnelvortrieb der Elbquerung ElbX tiefbautechnisch abgeschlossen.
Das Projekt ElbX

Das Projekt ElbX verbindet Wewelsfleth in Schleswig-Holstein mit Wischhafen in Niedersachsen und unterquert die Elbe in Tiefen von bis zu 40 Metern. Der Tunnel hat einen Durchmesser von vier Metern und nimmt künftig sechs 525-kV-Hochspannungs-Gleichstromkabel auf. Mit einer Übertragungsleistung von 4 Gigawatt transportiert er Windstrom von Norddeutschland in den Süden, also genug für rund 10 Millionen Haushalte. Die gesamte SuedLink-Trasse geht 2028 in Betrieb.

Unsere Leistungen

ANGERMEIER INGENIEURE hat das Projekt im Auftrag von TenneT Germany über die gesamte Laufzeit vermessungstechnisch begleitet. In der Baugrubenphase umfassten die Arbeiten Bauvermessung, Inklinometermessungen, automatische Steifenkraftmessungen sowie die bundeslandübergreifende Verdichtung des übergeordneten Festpunktfelds, das wir für den Tunnelvortrieb oberirdisch aufgebaut haben. Unsere Teams übertrugen die Koordinaten in den Tunnel und bestimmten kontinuierlich die Position der Tunnelbohrmaschine für die Vortriebssteuerung. Ergänzend führten wir Hauptkontrollmessungen, Kreiselmessungen zur Bestimmung der wahren Nordrichtung, Tübbingprofilkontrollen sowie Setzungs- und Verformungsüberwachung in unmittelbarer Deichnähe durch. Parallel dazu erbrachten wir Ingenieurvermessungsleistungen mit Absteckarbeiten, Schalungskontrollen, Lage- und Höhenübertragungen sowie Laserscanning.

 
Millimeterarbeit unter der Elbe

Ein Tunneldurchschlag mit dieser Präzision ist kein Zufall. Wechselnde geologische Bedingungen, Druckluftarbeiten bis 4,8 bar und minimale Überdeckungen von nur 12 Metern unterhalb der Elbe stellen extreme Anforderungen an die Vermessungstechnik. Dass ELSA punktgenau ankam, ist das Ergebnis kontinuierlicher Messarbeit über 16 Monate, die wir gemeinsam mit dem Projektteam geleistet haben.

Beitrag teilen:

LinkedIn
Facebook
Twitter
Email
WhatsApp